Hervorragender Saisonauftakt der OceanSportler

23 Apr

Berlin – Tegeler See – „Rund um Scharfenberg“

Auch in diesem Jahr führte es die OceanSportler Thomas Brandt, Christoph Schröder und Jens Steffen zum Saisonauftakt in die Hauptstadt. Nach über 6 Monaten Winter-Wassertraining stand die erste Regatta 2015 beim Kanu Club Borussia in Berlin-Tegelort auf dem Programm. Continue reading

Outriggern in der Lübecker Bucht

3 Okt

Gemäß dem Motto, den Urlaub nicht nur zum Ausspannen zu nutzen, freute sich mein Boot koha tamati, dass es mit durfte nach Niendorf an die Ostsee. Das Hotel Seehuus diente uns als hervorragende Unterkunft, wenn auch das Boot in der Tiefgarage unter einem Lüftungskanal hängend auf seine Einsätze warten musste. Aber Immerhin. Am vergangenen Montag stand dann die erste Tour an. Schwacher Wind aus südlichen Richtungen ließ so gut wie keine Wellen zu, an Surfs war somit nicht zu denken. Dafür konnte aber sehr gleichmäßig und kraftvoll gepaddelt werden. Nachdem ich das Boot etwas westlich der wohl schönsten und modernsten Seebrücke der Ostsee eingesetzt hatte, hielt ich zur Eingewöhnung immer einen Abstand zwischen 200 – 250m zur Küstenlinie. Damit war es mir bei sonnigem aber recht diesigen Sichtverhältnissen möglich, immer Landmarkierungen, meist Seebrücken, in den jeweils nächsten Orten der westlichen Lübecker Bucht anzuvisieren. Über Niendorf/Hafen, Timmendorf, Scharbeutz und Haffkrug paddelte ich nordwärts bis Sierksdorf, wo ich kurz anlegte und feststellte, dass meine App leider die Tour nicht mitgeschrieben hatte. Wenigstens wusste ich, wo ich war und beschloss, die Rücktour nach Niendorf auf direktem Weg über die Bucht zu wagen.

OC_Tour_1Nach wenigen Kilometern konnte ich aber wegen des milchigen Wetters immer noch keine Einzelheiten der Niendorfer Küste ausmachen, so dass ich aus Sicherheitsgründen das östlichste Grossgebäude der Ortschaften Timmendorf/Niendorf, das Hotel Seeschlösschen, als Landmarkierung für meine Kursbestimmung wählte. Bis auf die ersten einsetzenden Gesäßschmerzen lief alles reibungslos. Nur hatte ich mittlerweile den Eindruck, nicht mehr recht voran zu kommen. Geschuldet war dies wohl dem leichten Gegenwind bei gleichzeitig fortschreitender Erschöpfung. Erst wenige Hundert Meter vor der Küste konnte ich bestimmen, wo ich genau war und musste nun noch ca. einen Kilometer in östlicher Richtung paddeln, um den Hotelstrand genau anzufahren. Nach gut zweieinhalb Stunden war ich froh, diese tolle Tour beendet zu haben – und nach 21,2km nicht mehr sitzen zu müssen!

OC_Tour_2Die zweite Tour am Mittwoch sollte in östlicher Richtung um die Niendorfer Steilküste Richtung Travemünde führen. Auch heute hielt ich mich paddelnd wieder relativ dicht an der Küste, wobei sich allerdings nach jedem Knick die Wind- und Wasserverhältnisse änderten. Von kurzen, kabbeligen Wellen bis hin zu langen, vielleicht 50cm-Wellen war alles dabei. Da nicht einzuschätzen war, ob während der Tour noch eine Gewitterfront über Travemünde hereinzieht, beschloss ich, mit für mich größtmöglicher Geschwindigkeit voran zu kommen und Travemünde zu erreichen. Nach knapp einer Stunde paddelte ich die Trave hinauf am Segelschulschiff Passat vorbei. Ein kurzer Abstecher noch nach Priwall und dann machte ich mich schon wieder auf den kraftraubenden Rückweg. Dass ich kein Getränk mitgenommen hatte, machte die Tour nicht einfacher – letztlich waren aber die 16,8km gerade noch gut auszuhalten. Hätte ich allerdings gewusst, dass sich das Gewitter verzieht, wäre ich es etwas gemütlicher angegangen. Dennoch wieder eine schöne Outrigger-Trainingseinheit auf einer wunderschönen Ostsee.

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Outriggern in der Lübecker Bucht

Auf der Nordsee – ganz oben

28 Sep

Jens Steffen auf OC-Paddeltour vor der Sylter Westküste

Seit vielen Jahren ist die Insel Sylt ein immer wiederkehrendes Urlaubsziel für meine Frau und mich.                                                   Nur gepaddelt habe ich dort noch nie.Bei langen Strandspaziergängen von Westerland nach List oder auch in südliche Richtung nach Hörnum beobachtete ich schon oft die Wellen, die Dünung, die Brandung, die Windstärke und Richtung und malte mir schöne Ausflüge mit meinem Ausleger-Kanu an. In diesem Jahr war es dann endlich soweit – mein OC kam mit auf die Insel!

Bereits am Autozug in Niebüll erntete ich erste skeptische Blicke der Bahnverladeleute, aufgrund der über 6 Meter Länge auf meinem kleinen Volvo-Dach.

DB-Sylt-Shuttle
DB-Sylt-Shuttle

Genauso kritisch beäugten mich auch zuerst die Rettungsschwimmer am bewachten Strand in Westerland als ich dort mein Boot zusammenbaute.                                                                                                                                                                                                             Da ich aber in der Vergangenheit schon einige Touren auf der offenen See gemacht hatte, war mir bewusst wie wichtig eine gute Vorbereitung und Ausrüstung für eine Befahrung der Nordsee ist (siehe Bericht von Martin).

Die Bedingungen waren perfekt. Blauer Himmel, Sonnenschein, 18 Grad Luft- & Wassertemperatur. Hinzu kam zwar ablandiger Ostwind mit gut 4 Bft. aber wenn da ich mich nicht weiter als 200 Meter vom Strand entfernte, bot der Windschatten der Dünen genügend Schutz, um nicht auf die offene See abgetrieben zu werden.                                                                                                         Nachdem ich mich bei den Rettungsschwimmern noch einmal über die Strömungsverhältnisse bei der aktuellen Tide informiert hatte, stand einem ersten Ausflug nichts mehr im Wege.

Vor der ersten Tour - an alles gedacht?
Vor der ersten Tour – an alles gedacht?

Weiterhin musste ich auf die Buhnen, die nur teilweise aus dem Wasser ragten, achten.                                                                          Und so führte mich mein erster Ausflug entlang der Westerländer „Skyline“, vorbei an Wenningstedt und den steilen Klippen  des Roten Kliff in Kampen. Nach  45 Minuten hatte ich etwa 8 Km gepadddelt und meinen geplanten Wendepunkt am nördlichen Rand von Kampen erreicht.                                                                                                                                                                                            Für den Rückweg erhoffte ich mir ein etwas höheres Tempo, da ich nun mit den, bis zu 50 cm hohen Wellen, auch schon einige unterstützende Surfs hinbekam. Jedoch machte mir das aufsteigende Wasser der kommenden Flut einen Strich durch die Rechnung, da die dadurch entstandene Tidenströmung nach Norden und somit gegen mich lief.                                                             Als ich nach 90 Minuten wieder am Hauptstrand von Westerland ankam staunten die Rettungsschwimmer nicht schlecht wie schnell so ein OC auf dem Wasser ist. Mit ihrem eigenen Rettungs-Paddelboard hätten sie Mühe die Stand-Up-Paddler einzuholen die sich zu weit nach draußen auf das Meer verirrten. Auch zahlreiche Strandwanderer blieben staunend an meinem Boot stehen und stellten Fragen dazu. Ein Ausleger-Kanu ist eine echte Rarität in diesem Revier.

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2 Tage später bin ich zu einer 20 Km-Rundtour in Richtung Süden, bis zur berühmten „Sansibar“ (ohne Einkehr!!!) aufgebrochen. Nach 3 Km hatte ich eine kurze Begegnung mit einer Gruppe Schweinswale, die sich von mir aber nicht weiter stören ließen. Etwa auf der Hälfte der Strecke staunte ich wiederum nicht schlecht als mir ein einzelner Paddler im Seekajak entgegen kam. Auf gleicher Höhe hielten wir einen 10 minütigen Plausch, tauschten unsere Reviererfahrungen  und weiteren Ziele aus. Der Kanute aus Lübeck war ganz alleine auf einer mehrtägigen Gepäcktour von Dagebüll nach Esbjerg (DK) unterwegs – alle Achtung!!!

Am Ellenbogen - durch die Dünen zum Strand
Am Ellenbogen – durch die Dünen zum Strand

Auch meinen dritten und letzten Törn konnte ich, aufgrund der stabilen Wetterlage mit stetigem Ostwind, auf der Seeseite der Insel unternehmen. Nach einer Strandwanderung am Ellenbogen setzte ich meinen OC an der nördlichsten Strandsauna Deutschlands in die Nordsee.

Geschafft - mir ist warm - auch ohne Sauna
Geschafft – mir ist warm – auch ohne Sauna

Wie bei den anderen Touren waren aus diesmal die Bedingungen hervorragend. Die glatte See bildete eine seidenweiche Grunddünung in meine Fahrtrichtung und auch der Wind hatte minimal mehr auf Nord gedreht, was für diesen „Downwind“-Trip, zusammen mit der nach Süden laufenden Tidenströmung, für besten Vortrieb sorgte. Nach nur 1 Sunde 15 Minuten erreichte ich meinen „Heimathafen“ am Hauptstrand von Westerland. Zu schnell für 13 traumhaft schöne Kilometer.

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Schon vorbei? – viel zu schnell

Alle meine Erwartungen für meine Kanutouren wurden aufgrund der vorgefundenen Wetterbedingungen in dieser Woche weit übertroffen. Allgemein herrscht um diese Jahreszeit Westwind vor, sodass vor der Westküste Sylts eine raue See mit kräftiger Brandung herrscht – Schwein gehabt!

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Platz 4 bei der Deutschen Meisterschaft im OceanSport

4 Aug

… oder wie weit sind eigentlich 5 Sekunden auf 20 Kilometer?

Am vergangenen Samstag richtete der SV Breitling aus Warnemünde die ersten Deutschen Meisterschaften des Deutschen Kanuverbandes für die OceanSport-Kategorien Surfski und Outrigger (Ausleger-Kanu) aus.

Bei 25° Grad Lufttemperatur und gleichmäßigen Rückenwind ging es für die 92 Kanuten, auf die als Downwindrace ausgelegten 20 Km-Strecke , von Warnemünde nach Kühlungsborn.

Aufgrund der seid Tagen sehr ruhigen Ostsee endschied sich Jens Steffen vom Herforder Kanu Klub für seinen schnellen Flachwasser-Outrigger.

Vom Start an ging es zunächst 1 Km gerade aus auf die glatte See, bevor es, nach Umrundung einer Wendeboje, die restlichen 19 Km parallel zur Küste direkt auf Kühlungborn am Horizont zuging.

Widererwartend waren die Wellen auf der offenen See dann doch zwischen 50 unf 80 cm hoch und sorgten bei den Kanuten für unterstützenden Vortrieb bei bis zu 50 Meter langen Surfs.

„Wenn ich das geahnt hätte, wäre mein zweites, speziell für wellige Bedingungen konstruiertes Boot, doch die bessere Wahl gewesen“, erläutert Steffen nach dem Rennen.

„Allerdings fahre ich dieses Boot erst seit Anfang des Jahres und bin deshalb noch nicht so vertraut damit wie mit dem Flachwasserrenner“, schildert er weiter.

Anders als bei Regatten auf Binnengewässern zog sich das Teilnehmerfeld nicht nur in der Länge sondern auch in die Breite sehr schnell auseinander.

Jeder Kanute versuchte seine eigene, perfekte Linie mit Wind und Welle zu finden.

„Daher habe ich auch schnell die Orientierung verloren auf welcher Position in dem riesigen Feld ich mich befand“, berichtet der Herforder Kanute weiter.

Auf dem letzten Kilometer ins Ziel erwischte Jens Steffen dann noch 4 lange Surfs und konnte dabei eine Dreiergruppe, die ihm zuvor schon 40 Meter abgenommen hatte, teilweise wieder einfangen.

Das Ziel lag bei diesem Wettkampf auf dem Strand. Somit mussten die Kanuten an der Wasserkante vom Boot abspringen und noch 10 Meter durch den Sand laufen um die Zeitnahme im Zieltor zu stoppen.

„Als ich vom Boot sprang war mein fast eingeholter Gegner gerade durchs Ziel gelaufen und es fällt Niemanden leicht nach 100 Minuten auf dem OC noch einen Strand hochzulaufen. Zu diesem Zeitpunkt war ich mit mir und meiner Leistung einfach nur zufrieden. Ob ich aber, wie erhofft, unter die ersten 10 Paddler in meiner Ü-40- Wertung gelandet war, war nicht erkennbar. Daher war ich bei der anschließenden Siegerehrung am Warnemünder Strand total überrascht sogar Platz 4 erpaddelt zu haben“, schließt Jens Steffen seinen Bericht zu Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ab.

Somit sind also 5 Sekunden auf 20 Km ca. 10 Sandmeter

Jens Steffen beim Start in Warnemünde
Jens Steffen beim Start in Warnemünde

 

OceanSport im Bergischen Land

13 Jul

 

Das die eigentlich für das offene Meer konstruierten Auslegerkanus (OC = Outrigger) auch im Binnenland funktionieren stellen u. a. auch die Kanuten des Herforder Kanu Klubs immer wieder unter Beweis. Im Bild Jens Steffen, links und Thomas A. Brandt
Dass die eigentlich für das offene Meer konstruierten Auslegerkanus (OC = Outrigger) auch im Binnenland funktionieren stellen u. a. auch die Kanuten des Herforder Kanu Klubs immer wieder unter Beweis. Im Bild Jens Steffen, links und Thomas A. Brandt

So auch am vergangenen Wochenende, als der Wuppertaler Verein für Kanusport zum 2. Lauf der NRW-Trophy 2014 im OceanSport auf die Bevertalsperre im Bergischen Land bei Hückeswagen einlud.

Eigentlich hatte sich Jens Steffen, zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft, mit anderen Outrigger-Kanuten zu einem  Trainingslager an der niederländischen Nordseeküste verabredet. Aufgrund der angekündigten, schlechten Witterungsbedingungen wurde dieses aber kurzfristig abgesagt und so „tröstete“ er sich mit der Teilnahme am 2. Lauf der NRW-Trophy.

Mit dabei war auch sein Vereinskamerad Thomas A. Brandt. Auch im Bergischen Land war das Wetter mit 17 Grad und teilweise stürmischem Regenwetter nicht berauschend aber für die Austragung der Talsperren-Regatta über 13,5 Km kein Problem.

Im 23-köpfigen Teilnehmerfeld aus vornehmlich NRW-Kanuten traten aber auch wieder einige Kanuten aus Niedersachen, dem Saarland und Baden Württemberg an.

Jens Steffen, der Vorjahressieger, konnte auch diesmal vom Start an in der Führungsgruppe mithalten. Nachdem sich ein Münsteraner Paddler bereits in der ersten Runde vom Feld absetzen konnte, entbrannte unter den Verfolgern ein sehr schnelles, aber auch kräftezehrendes Rennen.
Immer wieder entbrannte, innerhalb der insgesamt 4 Runden, ein harter Positionskampf um die Plätze 2 bis 6. Erst auf dem letzten Kilometer bis ins Ziel wurde, bei starkem Gegenwind, der Kampf um die Podiumsplätze entschieden. Jens Steffen konnte dabei den 3. Platz einfahren. Sein Vereinskamerad Thomas A. Brandt kämpfte derweil gegen seine Dauerkonkurrenten aus Beverungen um eine Position im Mittelfeld. Zwar musste er sich den Weser-Paddlern im Ziel geschlagen geben aber die Abstände werden kleiner! Vielleicht reicht es ja beim 3. und letzten Lauf der NRW-Trophy 2014 in Xanten schon für eine persönliche Verbesserung.

In der NRW-Trophy-Wertung belegt Thomas A. Brandt derzeit den 4. und Jens Steffen den 1. Rang.

Wechselvoller Start in die Oceansport-Saison 2014

14 Jun

Für die OceanSportler des HKK ging das Saison-Eröffnungstripple in der Eckernförder Bucht zu Ende.

Den Auftakt machte Mitte April das „Champ of the Lake“ auf dem Beyenburger Stausee bei Wuppertal. Bei guten Wetterbedingungen konnte J. Steffen mit seinem Partner aus Lauenburg, wie im Vorjahr das Teamrace, für sich entscheiden.
Als reines HKK-Vereinsteam gelang Th. A. Brandt und Ch. Schröder eine gute Mittelfeldplatzierung.

Vierzehn Tage später war der Tegeler See in Berlin mit dem „Rund um Scharfenberg“ der zweite Oceansport-Regattaort.
Auch bei dieser Regatta zeigte sich das Wetter von seiner guten Seite und bot den knapp 100 Teilnehmern ideale Bedingungen. Etwas hinter seinen Erwartungen zurück und dennoch mit seiner Leistung zufrieden kam J. Steffen, in einem hochklassig besetztem Starterfeld, als 7. ins Ziel.

Ch. Schröder erreichte, nachdem er im Vorjahr wegen einem Grundkontakt in der zweiten Runde aufgeben musste, einen schadenfreien 14. Platz und Th. A. Brandt kam mit argen Sitzproblemen in der dritten Runde, als 17. ins Ziel.

Biestig und durchwachsen konnte man die Wetterbedingungen beim „German Seamaster“ in der Eckernförder Bucht nennen.
Zwar blies der Wind mit 4 Bft. aus Süd-West und sorgte damit für guten Rückenwind doch die erhofften Surfwellen blieben beim 25-Km-Downwind-Race bei dieser Windrichtung aus. Hinzu kamen einzelne Regenschauer und gefühlte 10° Lufttemperatur was für die beiden Herforder Kanuten die Regatta zu einer echten Durchhaltetour werden ließen.
Der Le Mans-Start (mit dem Boot vom Strand aus ins Wasser laufen) am Eckernförder Südstrand wurde für Ch. Schröder gleich ein Handicap, da sich eine Surfski-Kanutin mit ihrem Paddel in seinem Ausleger verfing und ihn wichtige Sekunden in der Startphase kostete.
Ohne direkten Kontakt zu anderen Offshore-Kanuten, denn das Paddeln in der Gruppe ist wesentlich leichter, musste er die ersten Kilometer sich allein den Weg bahnen.
J. Steffen erwischte einen guten Start, konnte das hohe Tempo der ersten Kilometer gut mitgehen, bis er nach 5 Kilometern erste Krämpfe in der Armmuskulatur spürte. Dadurch büßte er ein um die andere Position in der Führungsgruppe ein. Selbst das Tempo der ihn einholenden Verfolgergruppe konnte er an diesem Tag nicht halten.
Währenddessen kämpfte sich Ch. Schröder Position um Position langsam wieder an die Verfolger heran und überholte nach 17 Kilometern auch seinen Vereinskameraden J. Steffen der immer mehr mit den Krämpfen in seinen Armen an Tempo verlor und es im wahrsten Sinne des Wortes gerade noch so über die Ziellinie am Leuchtturm Bülk schaffte.
Trotz der schlechten Platzierungen hat es den beiden Oceansportlern gut gefallen, da die Streckenführung in er Eckernförder Bucht als auch die Organisation und Streckensicherung alles hergaben was zu einer guten Regatta gehören. Ein Wiederkommen im nächsten Jahr wird fest eingeplant.

Da ein weiteres Highlight im Regattakalender, das Hawaiian Sports Festival in Rerik aufgrund von Munitionsfunden am Strand, ersatzlos gestrichen wurde, werden die Herforder Oceansportler in den kommenden Wochen zu einem Trainingslager an die Ostsee reisen um sich optimal auf die 1. Deutsche Meisterschaft im Oceansport(2. August) in Rostock-Warnemünde vorzubereiten.

Sonnenbrand und Birgit Fischer

27 Apr

Highlights für Herforder Oceansportler beim 16,5km-OC-Race „Rund um Scharfenberg“

In einem super besetzten Rennen sicherte sich Jens Steffen nach langer Führungsarbeit in der ersten Verfolgergruppe Platz sieben. Christoph Schröder fuhr nach ca. 10 km ein Gap von fast 150m wieder zu und wurde 14. Und Thomas Brandt war trotz riesiger Sitzprobleme am Schluss als 17. froh, die deutsche Ausnahmeolympionikin Birgit Fischer noch auf Distanz halten zu können. Mit leichten Sonnenbränden im Ziel waren aber dann alle wieder froh, an dieser Jubiläumsregatta (10 Jahre) teilgenommen zu haben.

Never change a winning team – Titelverteidigung beim „Champ of the Lake“

13 Apr

Am vergangenen Samstag stand die 2014er Auflage der OceanSport-Regatta „Champ of the Lake“ zur Saisoneröffnung auf dem Regattakalender.

Nach einem hervorragenden 2. Platz in 2012, mit seinem damaligen Vereinskameraden Marbod Lemke, konnte Jens Steffen im darauf folgenden Jahr mit seinem neuen Teampartner Thomas Grimmer aus Ladenburg (am Nekar) den Sieg erpaddeln.

Die Besonderheit dieser Regatta – zwei Kanuten bilden ein Team.

Auf dem insgesamt 12 Kilometer langen Rundkurs auf dem Beyenburger Stausee  wird jedoch nicht ein Staffelstab zur Übergabe überreicht, sondern die beiden Kanuten teilen sich ein Ausleger-Boot.

Nach jeder 1,5 Kilometer-Runde haben die Paddler die Gelegenheit zu tauschen.

Jens Steffens Vereinskameraden Christoph Schröder und Thomas A. Brandt vom Herforder Kanu Klub bildeten eine weitere Mannschaft aus der Werrestadt.

Ihre Strategie bestand in nur einem Wechsel. Zuerst fuhr Thomas A. Brandt seine 4 Runden und übergab zum diesem Zeitpunkt auf Platz 6 liegend das Auslegerboot an Christoph Schröder.

Steffen / Grimmer fuhren wie im Vorjahr immer Doppelrunden a 3 Km.  Startfahrer Grimmer übergab das erste Mal, auf Platz 2 liegend, das Boot.

Jens Steffen konnte danach nicht nur den führenden Paddler einholen, sondern auch noch einige Bootslängen Vorsprung heraus fahren.

Dank der schnellen und problemlosen Wechsel am Steg gelang es Grimmer in seinem zweiten Törn den Vorsprung weiter auszubauen, sodass Jens Steffen letztendlich, mit ca. 150 Meter Vorsprung, das Rennen als Sieger beenden konnte.

Auch Christoph Schröder gab auf seinen 4 Runden noch einmal alles. Leider ging die Strategie ohne weitere Wechsel Zeit einzusparen nicht ganz auf und sein Boot kam mit knapp 2 Längen Rückstand auf den 5. Platz ins Ziel.

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Th. A. Brandt (im Boot) kurz vor dem Wechsel auf C. Schröder (auf dem Steg, links). Jens Steffen (Steg, rechts) gibt Hilfestellung beim Umsteigen.